Abkürzungen, Fachbegriffe

In unseren Berichten tauchen immer wieder Einsatzstichworte, Fachbegriffe und Abkürzungen auf.
Wir wollen hier versuchen diese zu Sammeln und zu Erklären.

Einsatzstichworte :

Brand       
Feuermeldung, Schadenfeuer (Nähere Beschreibung anhängend; z.B. Brand Gebäude)
BMA
Alarmierung durch eine automatische Brandmeldeanlage
(wird bis zur Erkundung wie ein Brand behandelt; man kann ja nie wissen)
KTH         
Kleine Technische Hilfeleistungen; i.d.R. mit einer Staffel oder Gruppe abzuarbeiten;
(Wasser im Keller, Baum über der StraYe)
TH            
Technische Hilfeleistung; i.d.R. Einsatz eines Rüstzuges oder von Sonderfahrzeugen erforderlich;
(Verkehrsunfall, Auslaufende Gefahrstoffe)
PIN              
Person in Notlage (Suchaktion, Türöffnung, Person droht zu springen)
TIN
Tier in Notlage (Katze auf Dach, Fisch droht zu Ertrinken ...)
FEZ           
Besetzung der Feuerwehr Einsatz Zentrale der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels
Sonstige  
Alle Einsätze die keiner der o.g. Kategorien zugeordnet werden können

Fachbegriffe:

LZ             
Der Löschzug ist ein Zug der Feuerwehr bestehend aus 22 Mann (1 Zugführer, 2 Gruppenführern, 19 Mann)
und entsprechenden Fahrzeugen zum Material und Mannschaftstransport; bei uns gehören zum Löschzug :
der ELW, ein Löschgruppenfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug, sowie ein Hubrettungsfahrzeug;
es gibt auch sog. erweiterte Züge, dabei wird ein weiteres (Sonder-) Fahrzeug mitgeführt.
Die  Hauptaufgabe eines Löschzuges ist die Brandbekämpfung;
LZ Stadt   
Löschzug speziell auf den Ausrückebereich Annweiler am Trifels abgestimmt;
bestehend aus : ELW, LF 16, DLK 23-12, TLF 16-25 (bei Bedarf zusätzlich TSF)

LZ VG        
Löschzug speziell auf den Ausrückebereich Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels abgestimmt;
bestehend aus : ELW, LF 16, DLK 23-12, TLF 16-45
LZ Tunnel 
Löschzug speziell auf Brandeinsätze im Bereich der StraYen-Tunnel abgestimmt;
bestehend aus : ELW, MeF-G, LF 16, DLK 23-12, TLF 16-25 mit "Anhänger Tunnel", TLF 16-45 und MZF mit "Beladung Tunnel"

RZ            
Der Rüstzug (auch Rettungszug) ist ein Zug der Feuerwehr bestehend aus 22 Mann (siehe LZ)
und entsprechenden Fahrzeugen (hier : ELW, VRW, RW 1, LF 16, TLF 16-45)
RZ  VG      
Rüstzug für den Technischen Hilfe Einsatz im Bereich der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels;
bestehend aus : ELW, VRW, RW 1, LF 16, TLF 16-45
RZ Tunnel 
Rüstzug für den Technischen Hilfe Einsatz im Bereich der StraYen-Tunnel;
bestehend aus : ELW, MeF-G, VRW, RW 1, LF 16, TLF 16-45

Trupp        
Taktische Einheit der Feuerwehr bestehend aus 1 Truppführer und 2 Truppmännern (1/ 2) 
ab der Staffel besteht ein Trupp nur noch aus 2 Personen, 1 Truppführer und 1 Truppmann
Typisches Truppfahrzeug : TLF 24-50, TLF 16-45 (Tanklöschfahrzeuge)

Staffel      
Taktische Einheit der Feuerwehr bestehend aus 1 Staffelführer, 2 Truppführern, 2 Truppmännern
und 1 Maschinist (1/ 5)
Typisches Staffelfahrzeug : TLF 16-25, TSF (Tanklöschfahrzeuge, Tragkraftspritzenfahrzeuge)

Gruppe     
Taktische Einheit der Feuerwehr bestehend aus 1 Gruppenführer, 3 Truppführern, 3 Truppmännern
1 Maschinist und 1 Melder (1/8)
Typisches Gruppenfahrzeug : LF 16-8 (Löschgruppenfahrzeuge)

Zug           
Taktische Einheit der Feuerwehr bestehend aus 1 Zugführer (mit einem Zugtrupp)  und 2 Gruppen 
(1 Gruppe + 1 Staffel + 1 Trupp - siehe LZ) (1/ 3/ 2/ 16) (1/ 21)
Die Fahrzeuge sind den entsprechenden Zug - Aufgaben angepasst (siehe LZ, RZ)

Verband   
Taktische Einheit der Feuerwehr bestehend aus 1 Verbandsführer (mit mind. Führungsstaffel) und 2 oder mehr Zügen;
Verbände kommen bei GroYschadenslagen oder Katastrophenfällen zum Einsatz;

Riegelstellung:
Um ein oebergreifen eines Brandes auf einen noch nicht betroffenen Bereich zu verhindern, wird eine sog. Riegelstellung aufgebaut.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einen "Riegel" zwischen den gefährdeten Bereich und dem Brand zu setzen.
Das "Abriegeln" erfordert jedoch eine hohe und konstante Löschwasserversorgung.
Um eine Fläche von ca. 300qm abzusichern ist bei einem entsprechenden Hydroschild eine Löschwassermenge von etwa 1800 l/Minute Löschwasser erforderlich.   

Hydroschild:
Hydroschilde bestehen aus einem Metallrohr, an dem zur Wasserzufuhr eine C- oder B-Kupplung und zur Erzeugung der "Wasserwand"  eine halbrunde Metallplatte angebracht ist. 
Das Löschwasser trifft mit relativ hohem Druck auf die Metallplatte wird dort "gestreut" und tritt durch einen  kleinen Spalt nach auYen Dabei erzeugt es je nach Wasserdruck, Gerätetyp und Durchflussmenge (800 - 1800 l/min) ein bis zu 10 Meter hohes und 30 Meter breites "Wasserschild".

Abkürzungen:

AGT
Atemschutz-Geräte-Träger sind speziell für den Einsatz mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ausgebildete
Feuerwehrleute; Der AGT muss das 18. Lebensjahr vollendet, eine Arbeitsmedizinische Untersuchung bestanden
und eine 35 Stunden umfassende theoretische und praktische Ausbildung absolviert und bestanden haben.

PA
Pressluftatmer werden die umluftunabhängigen Atemschutzgeräte genannt, bei denen die Atemluft in Pressluftflaschen
mitgeführt und über ein Druckminderer und Ventilsystem über den sog. Lungenautomaten in die Atemschutzmaske
geführt wird. Die Luft ist i.d.R. auf 6 Ltr. komprimiert und besitzt einen Druck von ca. 300 bar.
Mit diesem Luftvorrat kann ein AGT je nach Belastung etwa 35 Min. arbeiten.
In Annweiler arbeiten wir auch mit Zweiflaschengeräten sog. "TwinPacks". Diese bestehen aus KFK bzw. GFK Flaschen 
zu je 6 Ltr. Die Arbeitszeit kann je nach Belastung bei etwa 60 min liegen.

CSA
Der Chemikalien Schutz Anzg ist spezielle Bekleidung die den Feuerwehrmann vor aggresiven Stoffen schützt.
Es wird unterschieden in Flüssigkeitsdichte und Gasdichte CSA; Die Flüssigkeitsdichten Anzüge nennt man auch "Leichte Schutzstufe";
sie werden eingesetzt wenn wenig aggresive Stoffe im Spiel sind bzw. als Schmutzschutz.
Bei den gasdichten Anzügen arbeitet der Träger völlig isoliert von seiner Umgebung. Für das Tragen eines CSA muss eine gesonderte
Ausbildung absolviert werden.
Die Einsatzdauer unter solchen Anzügen ist auf etwa 20 min. beschränkt da im Anzug ein Hitzestau entsteht der den AGT physisch stark
belastet; daher sind Gefahrguteinsätze oft auch sehr Personalintensiv.