Neues aus der Wehr

Neue Schutzkleidung für ein Plus an Sicherheit


Allgemein
Einsatzfoto

Um ihre Atemschutzgeräteträger zukünftig noch besser vor thermischen Gefahren bei Brandeinsätzen zu schützen, stattet die Verbandsgemeinde Annweiler alle in Betracht kommenen Einsatzkräfte mit Überhosen aus. Diese komplettieren, in Verbindung mit der bereits im Einsatz befindlichen Überjacke nach HuPF, die Schutzkleidung nach neuestem Stand der Technik.

Nach reiflicher Überlegung haben sich die Verantwortlichen für die "ATTACK-PLUS" - Serie aus der Produktreihe S-GARD der Firma Hubert Schmitz GmbH aus Heinsberg entschieden. 
Die neue Schutzbekleidung entspricht der EN469:2005 2/2/2 HuPF 2006 Teil4/B und ist in gleicher bzw. ähnlicher Form unter anderem bei den Kollegen der BF Ludwigshafen, FF Landau und FF Bad Bergzabern im Einsatz, entsprechend getestet und positiv bewertet worden.
Die Überhose setzt sich aus 3 speziellen Gewebelagen zusammen. Das Obergewebe Typ 813 besteht aus antistatischem NOMEX®TOUGH - einer sehr robusten und eben antistatischen Gewebemischung. Die wichtige Nässesperre bzw, Isolationsschicht besteht aus GORE-TEX® mit AIRLOCK®Spacer Technologie - ein hitzestabiler und chemisch inerter Abstandhalter der auf die GORE-TEX® Nässesperre aufgebracht wurde und ein isolierendes Luftkissen bildet. Der "Spacer" ist leicht, bietet guten thermischen Schutz, reduziert den Hitzestress und erlaubt dem Träger maximale Bewegungsfreiheit. Das Innenfutter ist in NOMEX®Viskose FR, einem hautfreundlichen, schwer entflammbaren Gewebe ausgeführt.
Die Schutzkleidung der neuen Generation ist so ausgelegt, dass sie den Anwender vor plötzlich eintretenden, hohen thermischen Belastungen (Stichflamme) für 8 Sekunden ausreichend schützen kann. Sie ist nicht dazu gedacht, tiefer in Bereiche einzudringen für die, vor allem unser Organismus nicht ausgelegt ist und andere Ausrüstungsteile evtl. den Dienst versagen. Der durch die Bekleidung erzielte Sicherheitsgewinn erlaubt es nicht sich weiter vor zu wagen und in bereits stark erhitzte (überhitzte) Bereiche einzudringen, in die man sonst nicht eindringen könnte. Diese Tatsache sollte jeder Einsatzkraft unter Atemschutz bewusst sein. Nur entsprechendes Training und die dabei gesammelten Erfahrungen können Unfälle durch ein Überschätzen der Sicherheit vermeiden und eine Einschätzung der tatsächlichen Gefahr gewährleisten.

(raso)

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