Neues aus der Wehr

Neues Sicherheitskonzept für die Tunnelstrecke durch das Queichtal


Allgemein

Für die Tunnelstrecke wurde nun endlich ein neues Sicherheitskonzept im Landtag Rheinland-Pfalz verabschiedet.

In der Vergangenheit hat die Tunnelstrecke immer wieder schlechte Bewertungen bei Sicherheitschecks, unter anderem bei dem ADAC-Tunneltest. Hier ist der Staufertunnel regelrecht in Ungnade gefallen (Vorletzter Platz in Deutschland, Note 4).

Einer der Hauptgründe für das schlechte Abschneiden ist laut der Tunneltester aber auch der Kommission des Europäischen Verbandes alternativer Verkehrsleitsysteme, der Fluchtstollen. Das Problem ist die Lage des Tunnel, mit etwa 500m Entfernung zu beiden  Tunnelportalen, können sich hilflose Personen in dem gegebenfalls verrauchten Tunnel nicht in Sicherheit bringen.

Dieses Problem soll nun, im Interesse aller Verkehrsteilnehmer angegangen werden, wegen des brüchigen Sandsteines in unsere Region, besteht keine Chance weiter Fluchtstollen anzulegen.

Eine weit aus bessere Möglichkeit hat eine Arbeitsgruppe in den USA erarbeitet, wegen den beengten Platzverhältnisse wird  mit einer Art Transportzug gearbeitet. Es wird parallel zur Tunnelröhre ein wesentlich kleinere Stollen in das Erdreich getrieben. Mittels neuester Technik kann mit einem Team aus Amerikanern und einem neu entwickelten Roboters der Stollen in wenigen Wochen durch den Berg getrieben werden. Im  Stollen wird  eine Magnetschwebebahn Technik, vgl. Transrapid eingesetzt, nur wesentlich langsamer. Zu der eigentlichen Tunnelröhre werden Zugänge eingerichtet.  Im Schadensfall können hilflose und verletzte Personen in diesen Zugängen Schutz suchen und mit der  Bahn in  Sicherheit gebracht werden.

Bei dieser Technik des Transports steht nicht nur das Wohlergehen der Tunnelinsassen im Vordergrund, ein weiterer Einsatztaktischer Aspekt stellt der Transport von Material dar.  Mittels dem TTS (Tunnel-Transport-System ) wird  die harte Arbeit der Rettungskräfte erleichtert. Material und  Pressluftatmer können mittels der Bahn sehr schnell vor Ort gebracht werden. Eine schnelle effiziente Hilfe kann somit gewährleistet werden.

 Die Bemühungen des Landesbetrieb Mobilität Speyer (LBM) sind mittlerweile schon soweit Vorangeschritten, ohne die Tunneltests abzuwarten, das spätestens im Frühjahr mit dem Bau des Bahnstollens, während des normalen Betriebs, begonnen werden soll. Der Missstand im Vergleich zu anderen Tunnels in der EU soll schnellstmöglichst abgestellt werden. Bei einem eventuellen Bau einer zweiten Tunnelröhre, sollen die Erkenntnisse des jetzt in der Planung befindlichen Stollens mit einfliessen. Der Staufertunnel in Annweiler übernimmt hiermit die Vorreiterrolle in der gesamten Bundesrepublik.

Die Feuerwehr Annweiler wird zukünftig mit einer weitern Schleife/RIC, sprich „Schleife TTS“, die Einsatzbereitschaft des Bankverkehrs sicherstellen. Allerdings sind hierfür spezielle Kenntnisse erforderlich. Bei einem 3 tägigen Seminars in München wird die theoretische und praktische Handhabe des Tunnel-Transport-System (TTS) trainiert. Als Abschluss steht ein Sicherheitsfahrtraining mit dem TTS an.

Als Voraussetzungen sollten neben den Feuerwehrdienst tauglichen Untersuchungen die Truppmannausbildung abgeschlossen sein. Es ist keine Führerscheinklasse erforderlich vielmehr wird mit dem Seminar,  neben der Bescheinigung der TTS, eine allgemein gültiger Flurförder-Fahrerlaubnis (Staplerschein) ausgestellt (Alleine der Staplerschein kostet etliche Hundert Euro).

In drei Wochen, spätestens nach Pfingsten wird ein ähnlicher Triebwagen des TTS in der Wache angeliefert. Seminarteilnehmer sollten sich möglichst mit den technischen Gegebenheiten vertraut machen. Bei dem Treibwagen handelt es sich um das TTS 2090, wir werden beim Seminar mit dem TTS 2099 arbeiten, welcher dann auch in dem Tunnel eingesetzt wird.

Also Kameraden, anmelden  es lohnt sich auf jeden Fall. Schreibt  wann es bei euch auf keinen  Fall geht, es  werden Gruppen gebildet, je nachdem wieviele an den Terminen können, welche dann nach München fahren. Eine Gruppe muss wahrscheinlich mit dem MZF nach München fahren, die Pressluft-Tunnelanhänger werden auf einen Wagen des TTS angepasst.

Es stehen etwa 20 Plätze zur Verfügung, eventuell werden zwei-drei Plätze von Interessierten des Innenministerium belegt sein.

Bitte schreibt noch dazu ob ihr noch einen Platz auf dem Melder/DME habt.

Termine: jedes Wochenende im September.

Eingesetzte Kräfte: 
Einsatzdauer (h): 
Ausgerückte Fahrzeuge: 
Einsatzart: 
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