Einsätze 2005

43.) Verkehrsunfall, Gefahrgutunfall


Einsätze 2005
Verkehrsunfall Gefahrgut

Der Unfallverursacher befuhr die B10 Ausfahrt Richtung Landau kommend gegen Fahrtrichtung Pirmasens. Nach Passieren des Staufertunnel geriet der PKW Fahrer aus bislang unbekannter Ursache in der dortigen Rechtskurve auf die linke Fahrbahnseite und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Sattelauflieger.
Der Sattelauflieger war beladen mit insgesamt 25 t Gefahrgut in 20 Einzelbehältnissen das Produkt ist wassergefährdend, Klasse 1 es wird zur Herstellung von PE-Schaum benötigt.
In Folge der Kollision geriet der LKW nach links von der Farbahn ab und kippte zur Seite. Dabei wurden mehrere Tankcontainer beschädigt. Etwa 1000 ltr. des Produktes liefen aus. Ein Teil lief bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte in die Oberflächenbewässerung und gelangte in noch unbekannter Menge in die Queich.
Der entgegen kommende Opel Corsa Fahrer wurde durch den Zusammenstoß schwer verletzt und wurde stationär in ein Landauer Krankenhaus aufgenommen. Der LKW Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Annweiler dichteten zuerst die Kanaleinläufe ab und stoppten den Austritt an den Behältern.
Die Gefahrstoffzüge der Feuerwehr des Landkreises SÜW und der Stadt Landau leiteten das Umfüllen der Behältnisse ein. Sie wurden durch Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr BASF im Rahmen von TUIS (Transport-, Unfall-, Informations- und Hilfeleistungssystem der chemischen Industrie) unterstützt.
Durch in die Queich eintretende Produkt musste die Produktion einer unterhalb der Eintrittstelle liegenden Kartonagen Fabrik sicherheitshalber eingestellt werden. Der kontaminierte Erdboden muss vermutlich ausgebaggert werden.
Insgesamt waren 33 Einsatzfahrzeuge mit insgesamt 93 Mann im Einsatz. Die Einsatztätigkeiten werden noch die ganze Nacht andauern.
Zur Beratung standen auch Fachkräfte der Unteren Wasserbehörde sowie der BASF zur Verfügung.
Die Höhe des Schaden ist derzeit noch nicht abschätzbar. Die Bevölkerung von Sarnstall und Rinnthal war nicht gefährdet.

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Feuerwehr: Götz, KFI
Polizei: Baron, PHK